Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Schiffweiler legt Jahresbericht 2011 vor
Wenn man sie sieht, dann ist meistens jemand in Not und froh, dass es sie gibt. Gemeint sind die Schiffweiler Feuerwehrleute. Menschen in Notlagen zu helfen ist ihr oberstes Ziel. Schäden begrenzen und wieder für Normale Verhältnisse zu sorgen ihre Hauptaufgabe.
328 Mitglieder zählt die Freiwillige Feuerwehr Schiffweiler in ihren vier Löschbezirken derzeit insgesamt .Im aktiven Einsatzdienst kann Wehrführer Michael Sieslack in Sekundenschnelle auf 200 Einsatzkräfte zurückgreifen. 83 Jungen und Mädchen Mitglied sind in der Jugendfeuerwehr aktiv. 45 Kameraden der Alterswehr vervollständigen die Betrachtung. Erfreulich ist die hohe Zahl der Jugendlichen und Kinder die sich in der Feuerwehr engagieren. „Somit ist auch in Zukunft eine stabile Entwicklung bei den Aktiven Einsatzkräften zu erwarten“ so Sieslack.
Seit 2011 besteht eine Ausrücke Gemeinschaft der beiden Löschbezirke Schiffweiler und Stennweiler. Dies bedeutet, dass beide Einheiten immer gemeinsam alarmiert werden und auch zusammen zu Unglücksfällen ausrücken. Der Vorteil daraus: So sind auch zu ungünstigen Tageszeiten immer genügend Einsatzkräfte erreichbar.
Eine steigende Zahl von Alarmierungen verzeichnet die Statistik in Bezug auf die („nicht immer gefahrlosen“) Einsätze im vergangenen Jahr. Insgesamt wurden die vier Löschbezirke 155- Mal alarmiert. Dabei ist wieder ein Anstieg der Brandeinsätze zu verzeichnen. So ist beispielweise der Brand im ehemaligen Schwesternhaus in Schiffweiler erwähnenswert, bei dem es Zeitgleich an zwei Stellen brannte. Auch der Anstieg von Kaminbränden ist bemerkenswert.
„Sechs Menschen konnten aus lebensbedrohlichen Lagen gerettet werden, und leider zwei Menschen nur noch Tod geborgen werden“ berichtet Wehrführer Sieslack.
Bei 47 Einsätzen wurde sogenannte technische Hilfe nachgefragt. Hier sind insbesondere immer wieder Einsätze nach Unwettern zu registrieren, wenn Bäume umstürzen und Wasser in Häuser eindringt oder Fahrbahnen unpassierbar macht. Die Wehr ist auch immer dann zur Stelle wenn eine Wohnungstür im Notfall schnell geöffnet werden muss. Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen wurde vier Mal gegeben, zweimal wurde böswillig Alarm ausgelöst. Drei Brände wurden im guten Glauben an ein Schadenfeuer gemeldet. Bei den Einsätzen wurden drei Feuerwehrleute leicht verletzt. Auch wenn, im Vergleich zu den Vorjahren, stundenlange Großeinsätze ausblieben, zählte doch in Alarmfall jede Sekunde. Die durchschnittliche Ausrücke Zeiten der der ersten Fahrzeuge in den Löschbezirken liegen bei vier Minuten.
Zur Verbesserung der Ausrüstung und dem Austausch defekter Geräte hat die Gemeinde Schiffweiler im Rahmen des Haushalts einige Mittel investiert. So wurden beispielweise neue Schutzjacken beschafft, im Bereich Atemschutz Flaschen und Masken ersetzt und neue Meldeempfänger zur Alarmierung der Einsatzkräfte beschafft. Im Haushaltsjahr 2011 hat die Gemeinde auch bereits Mittel zur Finanzierung zur Umstellung auf Digitalen Funk bereitgestellt.
Im Gerätehaus Schiffweiler wurden die Voraussetzungen zum Betrieb eines Lagezentrums geschaffen und eine neue Garage für das Mannschafttransportfahrzeug angebaut.
Bereits in den ersten drei Monaten 2012 wurden die Wehrleute in der Gemeinde Schiffweiler über 80-Mal alarmiert. Eine beachtliche Zahl und auch eine nicht unerhebliche Belastung für die ehrenamtlich tätigen Menschen in der Feuerwehr. Für 2012 sieht Sieslack die Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans, neben der ständigen Aus-und Weiterbildung der Einsatzkräfte als einen der zentralen Aufgaben in diesem Jahr.
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